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* Begriffserklärung bei Farbbändern *

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* Begriffserklärung bei Farbbändern *
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Begriff
Kartendrucker benötigen sogenannte "Bänder" oder "Farbbänder" (Englisch: "Ribbons"), so wie Tintenstrahldrucker "Tintenpatronen" und Laserdrucker "Toner" benötigen.

Druckverfahren
Die Kartendrucker arbeiten mit dem Druckverfahren Farbsublimations- und/oder Thermotransferdruck. Bei beiden Verfahren wird das Band beim Passieren des Druckkopfes gezielt an bestimmten Stellen erhitzt und auf die Karte abgegeben.
Die Farben werden durch das Mischen der Grundfarben Gelb, Rot und Blau (Yellow, Magenta und Cyan) hergestellt. Aus diesen 3 Grundfarben werden alle gewünschte Farbe gedruckt (subtraktive Farbmischung). Durch die Kombination der Grundfarben und deren Intensität können 16.7 Millionen verschiedene Farbtöne erzielt werden.

Bildqualität. Häufige Frage: Nur 300dpi?
Viele Kundinnen und Kunden kennen das Druckverfahren Farbsublimations- und/oder Thermotransferdruck nicht und sind sehr überrascht, dass die Kartendrucker "nur" mit 300dpi drucken, denn von einem Tintenstrahldrucker oder einem Laserdrucker liest man von Auflösungen von 4800 dpi oder höher. Dazu folgendes:
Die Bildqualität bei Farbsublimation ist bei 300 dpi Auflösung sehr viel besser als bei einer vergleichbaren Auflösung im Laser- oder Inkjet-Druck.
Während eine Auflösung von 300 dpi bei Papierdruckern schlimmste Ergebnisse liefern würde, werden bei Kartendruckern die Bilder durch das Farbsublimations-Verfahren bei 300 dpi hervorragend gedruckt. Das Ergebnis entspricht in etwa der Druckqualität eines 2400 - 4800 dpi Tintenstrahler-Druckers (je nach Hersteller-Qualität).
Ein Laserdrucker oder ein Tintenstrahldrucker druckt "Punkte". Bei Bildern, die von einem Laserdrucker oder einem Tintenstrahldrucker gedruckt sind, ist bereits eine Qualität unter 1200 dpi äusserst bescheiden.
Anders bei der Farbsublimation eines Kartendruckers: Hier "vermelzen" die Farben zu einem Bild, 200 dpi ist gut, 300 dpi ist ein ausgezeichneter Wert bei der Farbsublimations-Technik. Die Druckergebnisse sind von höchster Qualität und einem Farbfoto sehr ähnlich.
Die beiden Verfahren lassen sich also überhaupt nicht vergleichen. Als Anhaltspunkt müssten man 2400 - 4800 dpi bei Tintenstrahler oder einem Laserdrucker den 300 dpi bei Kartendruckern gleichsetzten - dies ist zwar unsinnig, hilft aber Laien beim Vergleichen.


Die verschiedenen Bänder:

Um allen Kundenwünschen gerecht zu werden, sind verschiedene Bänder erhältlich:


Einfarbige Bänder:
Das Drucken ist nur mit einer Farbe möglich. Meist wird hier Schwarz gekauft. Auch gold oder silber sind beliebte Farben.


Dual Bänder:
Bänder mit Schwarz und Overlay drucken erst in Schwarz und überziehen die Karten anschliessend mit einer Schutzfolie. Dies verlängert die Lebensdauer des Druckes enorm. Die Bänder werden meist als KO abgekürzt. K steht für Schwarz, O für die Schutzfolie (engl. Overlay). K und O sind abwechslungsweise auf dem Band aufgebracht, daher der Name KO.


Bänder mit Hologramm:
Bei Karten, die hohe Sicherheitsstandards erfüllen müssen, werden oft Bänder mit einem Hologrammen verwendet. Die Fälschung wird dadurch enorm erschwert. Führend ist hier Nisca.


Farbbänder (Multicolor-Bänder):

YMC
Dies ist ein 3 Feld-Farbband.
YMC steht für Yellow, Magenta und Cyan.
Farbbänder sind in die drei einzelnen, hintereinander angeordneten Felder aufgeteilt. Die drei Felder bestehen aus den Grundfarben Gelb, Rot und Blau (Yellow, Magenta und Cyan. Aus diesen 3 Grundfarben werden alle gewünschte Farbe gedruckt (subtraktive Farbmischung). Durch die Kombination der Grundfarben und deren Intensität können 16.7 Millionen verschiedener Farbtönen erzielt werden.

YMCK
Dies ist ein 4 Feld-Farbband.
YMC steht für Yellow, Magenta und Cyan
K für Black / Schwarz
Durch die Kombination aller 3 Farbfelder entsteht theoretisch „Schwarz“. Dieses „Schwarz“ ist jedoch eher ein sehr dunkler Grau-Braun-Ton, nicht das Tiefschwarz, das man gerne hätte.
„Schwarz“ wird daher meistens nicht aus der Kombination aller 3 Grundfarben, sondern mit einem speziellen schwarzen Feld gedruckt. Das „K“ bedeutet, dass bei diesem Band nach den 3 Grundfarben ein Feld mit Schwarz folgt. So erreicht man tiefschwarze Ergebnisse. Dies ist vor allem bei Schriften und beim Barcode wichtig.

YMCKO
Dies ist ein 5 Feld-Farbband.
YMC steht für Yellow, Magenta und Cyan
K für Black / Schwarz
O für Overlay (Schutzfolie)
Die Farben auf der Plastikkarte, die aus den Yellow, Magenta und Cyan Feldern entstehen, können mit dem Fingernagel entfernt werden. Aus diesem Grund wird am Ende des Druckes über die Plastikkarte eine Schutzfolie aufgezogen. Diese Schutzfolie ist unsichtbar und versiegelt den Druck. Sie sorgt dafür, dass der Druck der Karte dauerhaft wird.
Die Schutzfolie sollte immer angebracht werden, wenn mit den 3 Farben YMC die 16.7 Mio Farbmischungen hergestellt werden. Das Anbringen der Schutzfolie ist heute Standard und erfolgt vollautomatisch.
Das YMCKO ist das am meisten verkaufte Band überhaupt.

YMCKOK
Dies ist ein 6 Feld-Farbband.
YMC steht für Yellow, Magenta und Cyan
K für Black / Schwarz
O für Overlay (Schutzfolie)
K steht für Black / Schwarz auf der Rückseite
Dieses Spezialband wird verwendet, wenn in einem Arbeitschritt mit einem zweiseitigen Drucker auf der einen Seite zuerst farbig (YMC) gedruckt wird, dann Schwarz (K) verwendet wird und anschliessend die Plastikkarte mit einer Schutzfolie (O) versehen wird. Gleichzeitig dazu wird die Rückseite der Plastikkarte einfarbig schwarz bedruckt (letztes K).
Das YMCKOK ist ein Spezialband, mit dem man Geld sparen kann. Man kann auch das YMCKO Band verwenden, wenn man vorne Vollfarbig und hinten Schwarz drucken will, aber das wäre einfach teurer.

Frage:
Was verwendet man denn für ein Band, wenn man beidseitig farbig drucken will?
Antwort:
Dann verwendet man einfach das Standard-Band YMCKO. Das ist das selbe Band, das man verwendet, wenn man einseitig farbig druckt und die Rückseite unbedruckt bleibt.

 

Schutzfolie oder Laminierung?

Standard ist das Anbringen einer Schutzfolie. Die Folie ist nicht sichtbar und schützt den Druck. Für „normale“ Anwendungen ist die ausreichend. Bei allen Kartendruckern wird der Farbdruck vollautomatisch mit dem Anbringen der Schutzfolie abgeschlossen.
Daneben sind spezielle Geräte erhältlich, die eine Laminierung anbringen. Dies sind zum Beispiel die Laminiergeräte von Nisca. Es gibt zwei Arten von Laminierungen: Eine sehr dünne oder eine dicke Folie, je nach Anwendungserfordernis.
Eine Laminierung der Plastikkarte bringt einen sehr hohen Schutz vor Abnützung. Ferner werden Laminierungen durchgeführt, wenn hohe Sicherheitsmerkmale benötigt werden, zum Beispiel bei Identitätskarten, Führerscheinen, Mitarbeiterkarten im Hochsicherheitsbereich, usw.
In diesen Fällen wird auf die Plastikkarte ein Hologramm aufgebracht, dass Fälschungen vermeiden hilft. Karten mit Hologrammen, wie sie auf der Schweizer Identitätskarte rechts oben oder auf den SBB Karten zu sehen sind, sind sehr fälschungssicher.
In allen diesen Bereichen ist u. a. Nisca ein führender Hersteller bezüglich der verschiedenen Möglichkeiten und bezüglich der späteren Aufrüstung. Nisca ist spezialisiert auf Sicherheitsdrucke, viele Behörden verwenden die Nisca Drucker für Ihre Identitätskarten, Fahrzeugausweise, Führerscheine usw.


 

 

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 Datenbestand vom: Dienstag, 22. Mai 2012  
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